Posts mit dem Label Alex Ligertwood werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alex Ligertwood werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. September 2026

Wie Tony Lindsay zu Santana kam

Im April 1991 gab der kürzlich verstorbene Santana-Sänger Alex Ligertwood nach dreizehn Jahren den Staffelstab an Tony Lindsay (geboren am 27. September 1954) weiter, kam aber für „Sacred Fire“ (1993) noch einmal zurück. Tony sollte mit Unterbrechungen etwa 25 Jahre lang bei Santana bleiben. Sein Freund Chester Thompson hatte ihn empfohlen, wie Tony mir im Interview erzählte. Zunächst gab es ein Casting mit Carlos und Chester. „In der Zeit arbeitete ich mit Narada Michael Walden an Aufnahmen in seinem Studio. Nach dem Vorsingen bei Santana ging ich zurück zu Narada. Ich weiß nicht mehr, welche Aufnahmen es waren. Narada hat eine lange Liste mit Musikern, die er produziert. Wir machten also unsere Arbeit und ich blieb den ganzen Tag weg. Als ich spät abends nach Hause kam, hatte ich Nachrichten auf meinem Anrufbeantworter von [Santana-Manager] Kevin Chisholm, der mich sprechen wollte. So erfuhr ich es. Ich rief zurück und er sagte: Wenn du einen Gig haben möchtest, nur zu. Und ich dachte: Cool …“.

„Milagro“ (1992) war das erste Santana-Album mit Tony Lindsay.


Jahre später plauderte Tony über Latinrock und die Leidenschaft, die ein Sänger bei Santana braucht: „Die Trommel ist sehr mächtig. Früher diente sie auch der Übermittlung von Botschaften. Und zum Rhythmus der Trommeln, der Congas und aller Art von Percussion musst du dich einfach bewegen. Er berührt deine Seele. Er holt Leute aus ihrer Depression. Sie fangen an zu spielen und zu tanzen. Sie geraten in Trance und das ist eine wundervolle Sache. Ich mag, wie Santanas Percussionsection das afrikanische Latin mit den Rock-Vibes mischt. Das ist sehr kraftvoll! Mann, ich weiß, wie die Leute draußen die Show sehen und wie energiegeladen sie ist. Und wenn du auf der Bühne stehst und diese geballte Kraft direkt hinter dir entsteht, das ist schon irre. Wenn ich singe und Noten anstimme, muss ich sie irgendwo erzeugen. Sie bilden sich in meinen Zehen und steigen in mir auf und so fühle ich mich. Ich muss genau so stark sein wie die Trommeln, sonst bringen sie mich um“.

Ende 2015 verabschiedete sich Tony Lindsay von Santana. Doch der Kontakt riss nicht ab. Am 9. August 2026 stand Tony Lindsay im Shoreline Amphitheatre in Mountain View, Kalifornien, erneut für einen Song mit Santana auf der Bühne.

Sonntag, 3. Mai 2026

Alex Ligertwood (1946–2026)

Als ich am 14. Juni 1980 in Hannover mein erstes Santana-Konzert besuchte, standen neben Carlos Santana (Gitarre) auch Alex Ligertwood (Gesang), Raul Rekow (Congas), Armando Peraza (Bongos), Orestes Vilató (Timbales), Graham Lear (Schlagzeug), David Margen (Bass) und Richard Baker (Keyboards) auf der Bühne. Das Konzert in der Messehalle 20 war für mich ein umwerfendes und prägendes Erlebnis. Dass ich Alex und Raul Jahrzehnte später mehrfach treffen und sogar ausgedehnte Interviews (siehe mein Buch „Santana-Musiker im Gespräch“) mit ihnen führen würde, lag jenseits meiner Vorstellungskraft. Alex interviewte ich sogar ein zweites Mal gemeinsam mit Tony Lindsay.

Alex Ligertwood 2012 in Bad Fallingbostel
Der Sänger und Gitarrist Alexander John „Alex“ Ligertwood wurde am 18. Dezember 1946 im schottischen Glasgow geboren. Er starb im Alter von 79 Jahren am 30. April 2026 in Santa Monica, Kalifornien.

Tony Lindsay, ich, Alex Ligertwood 2012 in Bad Fallingbostel (Foto: Dagmar Petermann)
1979 kam seine Einladung zu Santana. Bei einem unserer Gespräche erzählt er mir, was geschah: „Ich arbeitete mit Narada Michael Walden, dem Schlagzeuger vom Mahavishnu Orchestra. Und der war – wie Carlos Santana – Anhänger des Gurus Sri Chinmoy. Ich denke, Carlos suchte einen neuen Sänger. Ich hatte ja für Michael gesungen und Carlos kannte wohl auch ein Album, das ich mit David Sancious aufgenommen hatte. Zu der Zeit lebte ich tatsächlich in Woodstock, hatte allerdings zuvor auch schon in San Francisco gewohnt. Dann erhielt ich diesen Anruf vom Santana Management und sie fragten mich, ob ich zurück nach San Francisco kommen würde, um mit Carlos zu sprechen. So ungefähr lief das ab. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich gleich mit Santana für die anstehende Tour zu proben begonnen. Und ziemlich bald fingen wir an, gemeinsam Songs zu schreiben. Ich glaube, der erste Song war ‚Lightning in the Sky‘, der auf ‚Marathon‘ erschien“.

Santana – Marathon (1979)
Zu seinen schönsten Songs, die er mit Carlos Santana schrieb, gehören „Somewhere in Heaven“ und „Make Somebody Happy“ vom Santana-Album „Milagro“ (1992).

Santana – Milagro (1992)
1986 nahm Alex eine Auszeit von Santana. Denn im Juli fiel Jerry Garcia von den Grateful Dead in ein diabetisches Koma, erwachte fünf Tage später und brauchte Monate, um sich zu erholen. Die Grateful-Dead-Musiker Bill Kreutzmann und Brent Mydland gründeten in dieser Phase die Band Go Ahead. Auch Alex und David Margen beteiligten sich. Später kam der Dead-Gitarrist Bob Weir hinzu. The Grateful Dead waren jedoch im Januar 1987 schon wieder aktiv und nahmen ihr Album „In the Dark“ auf, das im Juli erschien und ziemlich erfolgreich wurde. Im März 1988 löste sich Go Ahead auf. Alex kehrte zu Santana zurück und blieb bis 1994.

Live in Los Angeles 2013 (2015)
Von Alex Ligertwood signiert …
… am 23. November 2015 in Wahlstedt (Foto: Dagmar Petermann)
Vor seiner Zeit bei Santana sang Alex unter anderem bei Jeff Beck, bei Brian Auger’s Oblivion Express (1970–1972 und 1974–1977), bei der französischen Jazzband Troc (1972/73) sowie der Average White Band. Mit Brian Auger und Troc kam er auch später wieder zusammen.

Live in Spain 2016 (2017)
Alex mit Gerd Schlüter und Olli Schröder von The Magic of Santana 2022 in Buchholz
Seit 2011 war er oft mit der deutschen Santana-Tributeband The Magic of Santana unterwegs (dort gastierten auch andere Santana-Musiker wie Tony Lindsay, Raul Rekow und Richard Baker). „Make Somebody Happy“ wurde gerne zum Abschluss der Konzerte dargeboten und das Publikum nahm diesen fröhlichen Ausklang im Herzen mit nach Hause. Während der Konzerte gehörte auch das gefühlvolle „Somewhere in Heaven“ zum festen Repertoire – stets dem 2015 verstorbenen Freund Raul Rekow gewidmet. Nun ist Alex selbst „Somewhere in Heaven“ …

Sonntag, 11. September 2022

The Magic of Santana & Guests – Live in Buchholz 2022

Endlich durften wir The Magic of Santana mal wieder live erleben, nachdem Konzerte 2020 und 2021 abgesagt worden waren. Wir sahen sie am 8. September 2022 in der Empore in Buchholz. Der zweieinhalbstündige Auftritt (plus Pause) war ein Genuss: Santana-Musik, präsentiert von großartigen Musikern mit sehr viel Spielfreude.

The Magic of Santana sind Gerd Schlüter (Gitarre), Martin Hohmeier (Bass), Olli Schröder (Gitarre), Jens Skwirblies (Keyboard, Hammondorgel), Pablo Escayola (Congas, Percussion), Heinz Lichius (Timbales, Percussion) und Michael „Mikel“ Nick (Schlagzeug). Als Special Guests gehören die ehemaligen Santana-Sänger Alex Ligertwood und Tony Lindsay (11 Grammys) schon seit vielen Jahren quasi zur Band. Als weiterer Gast war Tina Tandler (Saxophon) dabei, deren Instrument sich samtweich in die Musik einschmiegte und dabei eigene Akzente setzte [Fotos zum Vergrößern einfach anklicken].











Folgende Songs wurden gespielt: „Soul Sacrifice (Intro)“ – „Evil Ways“ – „Guajira“ – „Europa“ – „Why Can’t We Live Together“ – „Somewhere In Heaven“ – „Toussaint L’Overture“ – „She’s Not There“ – „Jingo“ – „No One To Depend On“ – „Maria, Maria“ – „Hold On“ – „Open Invitation“ – „Samba Pa Ti“ – „Black Magic Woman/Gypsy Queen/Oye Como Va“ und als Zugabe „Make Somebody Happy“. Alles in allem ein Programm, bei dem einem Fan nur das Herz aufgehen konnte.

Mit Alex Ligertwood und Tony Lindsay habe ich bereits 2011 und 2012 ausgedehnte Interviews geführt, die in meinem Buch „Santana-Musiker im Gespräch“ (2014) nachzulesen sind.

Donnerstag, 3. September 2020

The Magic of Santana – LIVE at the GROH Hall (CD/DVD 2019)

Normalerweise wären meine Frau und ich heute nach Buchholz gefahren, um The Magic of Santana in der Empore live zu genießen. Aber in Corona-Zeiten ist nichts normal und der Kulturbetrieb ruht weitgehend. Ein Jammer … für die Band ebenso wie für die Fans. Das Konzert wird auf den 18. März 2021 verschoben. Wir hoffen, dass es wenigstens dann stattfindet.

Wie schön, wenn man sich zum Trost die neueste CD oder DVD von The Magic of Santana mit den ehemaligen Santana-Sängern Alex Ligertwood und Tony Lindsay anhören oder ansehen kann. Sie spielen „Singing Winds, Crying Beasts“, „Black Magic Woman/Gypsy Queen“, „Evil Ways“, „Maria Maria“ „Hold On“, „Somewhere In Heaven“, „She‘s Not There“, „Toussaint L‘Overture“, „É Papa Ré“, „Everybody‘s Everything“, „Oye Como Va“ (nur auf der DVD), „Jingo“ (nur auf der DVD) und „Make Somebody Happy“. Das sind geschlagene eindreiviertel Stunden feine, handgemachte Musik auf der DVD, die natürlich nicht ganz auf die CD passt, weshalb dort zwei Stücke fehlen. Das Konzert wird am 16. März 2017 in der GROH Halle in Buchholz aufgenommen.


Lead-Gitarrist Gerd Schlüter kündigt ein „relativ kurzes Set“ an, denn die Band will eigentlich nur ein Promo-Video drehen (deshalb sind auch überall Kameras unterwegs). Doch dann reißt ihre eigene Spielfreude sie mit und heraus kommt ein fast ausgewachsenes Konzert mit begeisternden, berauschenden und besinnlichen Momenten (wie das dem verstorbenen Raul Rekow gewidmete „Somewhere In Heaven“). Wir erleben tolle Soli von allen Musikern sowie stimmungsvolle Dialoge zwischen Alex und Tony, die sich wirklich prima verstehen. Und man sieht nicht zuletzt an ihren Mienen, wie viel Spaß ihnen der Auftritt bereitet. Was sich natürlich auch auf’s Publikum überträgt. Ein großartiger Abend.


The Magic of Santana sind Gerd Schlüter (Lead-Gitarre, Gesang), Andreas Rohde (Timbales, Percussion, Gesang), Jürgen Pfitzinger (Congas, Percussion), Pablo Escayola (Congas, Percussion, Gesang), Martin Hohmeier (Bass), Oliver Steinwede (Schlagzeug), Oliver Schröder (Gitarre, Gesang, Small Percussion) und Jens Skwirblies (Hammond Organ, Keyboards). Hinzu kommen die beiden Gäste Alex Ligertwood (Lead-Gesang, Gitarre, Small Percussion) und Tony Lindsay (Lead-Gesang, Small Percussion).

Dienstag, 4. April 2017

The Magic of Santana featuring Alex Ligertwood & Tony Lindsay – Live In Spain 2016 (CD 2017)

Auch Spanier mögen Santana-Musik – sehr sogar. Und wenn Carlos sich dort jahrelang nicht blicken lässt, freuen sie sich über die großartige Tributeband The Magic of Santana in Begleitung der beiden ehemaligen Santana-Sänger Alex Ligertwood und des mit elf Grammys ausgezeichneten Tony Lindsay. Sie kommen dem Original erstaunlich nah. Davon kann man sich bei jedem Konzert überzeugen. Und eindrucksvoll demonstrierten sie dies auch auf ihrer Spanientour im Januar und Februar 2016, als sie diverse Hallen zum Kochen brachten und die Fans begeisterten.


Mehr als 73 Minuten an feurigem Beweismaterial aus verschiedenen Konzerten befinden sich nun auf ihrer frisch erschienenen ersten CD "Live In Spain 2016“ (auch als MP3-Download verfügbar). Das sind die folgenden elf Titel:

1. Wham! (Live in La Nucia)
2. É Papa Ré (Live in La Nucia)
3. Somewhere In Heaven (Live in Murcia)
4. Maria Maria (Live in Murcia)
5. Europa (Live in Alicante)
6. She’s Not There (Live in Castelló de la Plana)
7. Black Magic Woman (Live in Alicante)
8. Gypsy Queen (Live in Alicante)
9. Oye Como Va (Live in Alicante)
10. Open Invitation (Live in Castelló de la Plana)
11. Jingo Lo Ba (Live in Castelló de la Plana)

Wie soll man "Wham!" übersetzen? "Rumms!" vielleicht – und das passt, denn der Song ist ein Kracher. Ihn so originalgetreu hinzukriegen, bei all der komplexen Percussion, ist eine echte Herausforderung. The Magic of Santana meistert sie bravourös. Muchas Gracias Jürgen Pfitzinger, Andreas Rohde, Pablo Escayola und Oliver Steinwede. Und dann beginnt "É Papa Ré", wie man es vom Santana-Album "Zebop!" kennt, einschließlich der Stimme von Alex Ligertwood. Einfach genial. Nur die Band ist eine andere, obwohl sie praktisch genauso klingt wie Santana. "É Papa Ré" und der folgende Song sind übrigens von Alex mitkomponiert. "Somewere In Heaven" ist dem drei Monate zuvor verstorbenen Raul Rekow gewidmet, der 37 Jahre lang bei Santana Congas spielte und der seine letzten Konzerte zusammen mit The Magic of Santana, Alex Ligertwood und Tony Lindsay gab. Sehr gefühlvoll und bewegend rufen die Stimmen von Alex und Tony und die Gitarre von Gerd Schlüter ihm nach.

Raul war bei Santana auch für die afrikanischen Chants zuständig. Das "Ahora Venga Mama Chola Mama Chola" bei "Maria Maria" ist beispielsweise von ihm. Der Song stammt vom Album "Supernatural" (1999), mit dem er, Tony Lindsay und die anderen Santana-Musiker die erwähnten elf Grammys abräumten.

Doch zurück zu älteren Songs. "Europa" mit einem schönen Gitarren-Dialog von Gerd Schlüter und Olli Schröder geht unter die Haut und bezaubert das Publikum. Bei "She's Not There" setzen sich auch Keyboards und Hammondorgel von Chris Haertel fein in Szene. Und natürlich das Percussion-Ensemble. Dabei zupft Martin Hohmeier stets akkurat den Bass und trägt seinen Teil zum überzeugenden Groove bei.

Umwerfend ist die trimagische Songstafette "Black Magic Woman/Gypsy Queen/Oye Como Va". Gesondert hervorgehoben sei hier ein schönes Duett zwischen Bass und Congas bei "Gypsy Queen". Einfach klasse! Bei "Oye Como Va" darf natürlich ein kleiner Ausflug zu "Owner Of A Lonely Heart" von Yes nicht fehlen, der bei Santana ebenfalls üblich ist. Den Abschluss bilden ein furioses "Open Invitation" sowie "Jingo Lo Ba" von Santanas Debütalbum (1969). Donnernde Percussion und ein wummernder Bass reißen den Hörer mit, bevor die Hammondorgel einsetzt, gefolgt von den ersten Chants. Gitarren kommen erst relativ spät hinzu. Das Original von Babatunde Olatunji (1959) besteht sowieso nur aus Percussion und Chants.

Insgesamt bringt die CD ungezügelte Spielfreude rüber, wie sie für The Magic of Santana typisch ist und wie sie offenbar das heißblütige spanische Publikum berauscht hat. Obendrein ist der Sound transparent abgemischt. Ich bin der Meinung, jedes einzelne Instrument hören zu können. Auch die Tontechniker haben also einen prima Job abgeliefert. Und die abschließenden Choräle des Publikums klingen wie im Fußballstadion… da ist Spanien ja sowieso nicht schlecht aufgestellt…

Die Jungs haben soviel Eindruck hinterlassen, dass die nächste Spanientour für November 2017 bereits vorbereitet wird.

Mittwoch, 22. März 2017

CD-Release-Party mit Alex Ligertwood und Tony Lindsay in Buchholz

Buchholz in der Nordheide – 16. März 2017 – am Abend eines sonnigen Vorfrühlingstages. Es ist die Party zur Veröffentlichung der soeben erschienenen CD "Live In Spain 2016". Und es soll ein verkürztes Set werden – mit Live-Stream auf YouTube und Videodreh für eine neue DVD, der ich erwartungsvoll entgegenfiebere. Aber dann kann The Magic of Santana mit den langjährigen Santana-Sängern Alex Ligertwood und Tony Lindsay es doch mal wieder nicht lassen – und niemand, der sie kennt, wundert sich. Wie gewohnt packt Spielfreude die Musiker vor dem begeisterten heimischen Publikum, vor Freunden und Fans. So kommt zur Zugabe eine weitere Zugabe – und am Ende dauert das Konzert geschlagene eindreiviertel Stunden. Kürzer zwar als normal, aber weitaus länger als für diesen speziellen Abend geplant.

The Magic of Santana sind Gerd Schlüter (Gitarre), Andreas Rohde (Timbales, Percussion), Jürgen Pfitzinger (Congas, Percussion), Pablo Escayola (Congas, Percussion), Oliver Steinwede (Schlagzeug), Martin Hohmeier (Bass), Olli Schröder (Gitarre) und Jens Skwirblies (Hammond, Keyboards). Dazu die Special Guests Alex Ligertwood (Gitarre, Gesang) und Tony Lindsay (Gesang), die viele Jahre lang Mitglieder von Santana waren und die The Magic of Santana unter anderem auf der Spanien-Tour 2016 begleitet haben.

Es war – wie immer – ein magischer Abend. Wir schwebten… und es dauerte Stunden, bis meine Lieblingsfotografin und ich lange nach dem Genuss der neuen CD und zu reichlich fortgeschrittener Zeit wieder sanft auf der Erde landeten…

Alex Ligertwood
Tony Lindsay
Gerd Schlüter
Jürgen Pfitzinger
Andreas Rohde
Jens Skwirblies
Martin Hohmeier
Oliver Steinwede
Olli Schröder
Pablo Escayola (links)
Langjährige Santana-Sänger
Saitenweise Musik
Pecussion-Power

Mittwoch, 2. März 2016

The Magic of Santana mit Tony Lindsay und Alex Ligertwood in Bad Fallingbostel

Im Januar und Februar 2016 gaben The Magic of Santana zusammen mit Tony Lindsay (bei Santana seit 1992) und Alex Ligertwood (bei Santana von 1979 bis 1994) einige Konzerte in Norddeutschland und Spanien. Am 23. Januar spielten sie im Kurhaus Bad Fallingbostel.

Es war wieder ein berauschender Abend im nahezu ausverkauften Kurhaus. Die zehn Musiker begeisterten ihr Publikum einmal mehr. Und was sie noch nie erlebt hatten: Nach dem letzten Song der Zugabe hörten die Besucher einfach nicht auf, "Make Somebody Happy" zu singen. So blieb der Band nichts anderes übrig, als ein weiteres Mal heraus zu kommen. Als zusätzliches Bonbon spielten sie "Soul Sacrifice" – den Song, der Santana in Woodstock (1969) weltberühmt gemacht hat.

Wenige Tage später begann die Spanien-Tournee.

  Alex Ligertwood und Tony Lindsay

 Martin Hohmeier

Chris Haertel

 Gerd Schlüter und Olli Schröder

Jürgen Pfitzinger

 Pablo Escayola

 Andreas Rohde

Oliver Steinwede

Hinweis: Durch Anklicken werden die Fotos größer dargestellt.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Brian Auger's Oblivion Express feat. Alex Ligertwood – Live in Los Angeles (2015)

Fusion – dafür ist Brian Auger seit jeher bekannt. Diesen Stil zwischen Jazz, Rock und Soul hat er in den Sechzigern mitgeprägt. Und 2013 zelebriert er ihn frisch wie eh und je, unterstützt von Alex Ligertwood (Gesang und Gitarre), der ihn bereits in den Siebzigern, nach Augers Zeit mit Julie Driscoll & Trinity, bei Oblivion Express begleitete. Ligertwood hat sich vor allem durch seine 15 Jahre bei Santana einen Namen gemacht.


Auger spielt Hammond B3 und Fender Rhodes E-Piano und lässt deren warme Sounds üppig aus dem Verstärker quellen. Wer nicht beim "Freedom Jazz Dance" zu tanzen begonnen hat, den reißt es beim treibenden Beat von "Happiness Is Just Around The Bend" vom Sitz. "Straight Ahead" kommt wesentlich funkiger daher – es geht tatsächlich sehr abwechslungsreich zu. Ligertwoods kraftvoll soulige Stimme sorgt für zusätzliche Würze, doch getragen wird die Musik von Augers intensivem Klangteppich, der immer wieder gewaltige Wellen schlägt. Elfeinhalb Minuten "Bumpin' On Sunset", im gemächlich von Karma Augers Schlagzeug bestimmten Rhythmus, lassen zwischendurch ein wenig träumen Dem folgt mit Marvin Gayes "Inner City Blues" der wohl bekannteste Titel des Albums. Yarone Levy (Gitarre) und Les King (Bassgitarre) komplettieren das Ensemble und tragen bei "Whenever You're Ready" ihren Teil zum erneut flotten Tempo bei. Einfühlsam unterstützen Schlagzeug und Kuhglocken Orgel und Gesang, als der Song in John Coltranes "A Love Supreme" mündet.

Hochklassig und kurzweilig geht es auf CD 2 weiter. Hervorzuheben ist hier das balladenhafte "I Love You More Than You'll Ever Know". Ein weiterer Höhepunkt ist die fröhliche Gitarre in der luftig-beschwingten zweiten Hälfte von "Future Pilot". Und das ausgedehnte "Compared To What" glänzt mit einem feinen Gitarren- sowie einem  mitreißenden Orgelsolo.

Die Doppel-CD "Live in Los Angeles" wurde größtenteils am 13. und 14. September 2013 im dortigen Baked Potato aufgenommen, "Future Pilot" hingegen in Riesa (Deutschland) am 10. Oktober. Herausgekommen ist ein hörenswertes Album, das für mich von Mal zu Mal besser wird. Wer nach fünf Jahrzehnten noch immer so kraftvoll spielt, muss ein großer Musiker sein.

Sonntag, 22. November 2015

Konzert in Wahlstedt – Raul Rekow zum Gedenken

Vor knapp drei Wochen ist Raul Rekow von uns gegangen. Seine letzten Konzerte gab er im Juli 2014 mit The Magic of Santana und Alex Ligertwood in Budapest und Meiningen. Gemeinsam waren sie mehrere Tage unterwegs und haben einander schätzen gelernt und Freundschaft geschlossen. Alex und Raul waren sich ohnehin seit ihrer langen Zeit (15 Jahre) bei Santana sehr verbunden.

So war es kein Wunder, dass das Konzert von The Magic of Santana und Alex Ligertwood in Wahlstedt am 21. November 2015 ganz im Zeichen des verstorbenen Freundes stand. Es war, als würde sein Geist über ihnen schweben, als sie tief bewegt seiner gedachten und ein beseeltes Spiel wie selten hinlegten. Vor allem bei "Somewhere In Heaven" floss manche Träne und Gerd Schlüters intensive Gitarrensoli hätte Carlos Santana wohl kaum besser hinbekommen.

Natürlich spürte das Publikum im Kleinen Theater, was für ein inspirierter Auftritt ihm geboten wurde. Da sprang kein Funke über, nein, sondern ein Schwarm von Sternschnuppen prasselte auf die Besucher hernieder. Immer wieder spendeten sie Szenenapplaus und zum Schluss, nach einer donnernden Version von "Jingo", lang anhaltenden Beifall. Und sie gingen nach Hause, den Refrain von "Make Somebody Happy" auf den Lippen.

The Magic of Santana – das sind derzeit Gerd Schlüter (Gitarre), Andreas Rohde (Timbales, Percussion, Gesang), Jürgen Pfitzinger (Congas, Bongos, Percussion), Pablo Escayola (Congas, Bongos, Percussion), Chris Haertel (Hammond, Keyboards), Martin "Wunz“ Hohmeier (Bass), Oliver Steinwede (Schlagzeug) sowie Olli Schröder (Gesang, Gitarre – fehlte in Wahlstedt). Alex Ligertwood war Sänger und spielte Rhythmusgitarre bei Santana von 1979 bis 1994.

Hinweis: Klicken Sie zur vergrößerten Darstellung eines der Fotos an.