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Sonntag, 26. Juli 2020

Peter Green gestorben

Gestern ist der begnadete Gitarrist Peter Green (29. Oktober 1946 – 25. Juli 2020) von uns gegangen. Er wurde 73 Jahre alt. Von ihm stammt der Song „Black Magic Woman“, einer der wichtigsten Hits von Santana.

Peter Green beeinflusste Carlos Santana in dessen Frühphase sehr: „Er hatte bereits seinen eigenen Stil – legato. Er ließ die Noten einfach hängen. Sein Sound nahm mich echt in den Schwitzkasten und ließ mich nicht mehr los. Und diese Töne! In dem Stück ‚The Super-Natural‘ – nicht zu verwechseln mit meinem Album ‚Supernatural‘ – war Greens Gitarrensound haarscharf am Feedback. Dieses Stück hat bei mir definitiv Eindruck hinterlassen. Ich glaube, das war der erste instrumentale Blues, der zeigte, dass eine Gitarre problemlos die Leadstimme sein kann – und dass Sänger manchmal total überflüssig sind. Ich liebte diesen Klang“ (Carlos Santana: Der Klang der Welt, 2015, S. 160). Stücke wie „Samba Pa Ti“ zeugen davon.



Peter Green hatte kein leichtes Leben, aber er bescherte uns wunderbare Musik. In den Sechzigern mit John Mayall & The Bluesbreakers (aus der Zeit stammt „The Super-Natural“) und Fleetwood Mac („Black Magic Woman“), später dann solo und mit diversen Projekten wie seiner Splinter Group. Herausragend finde ich sein Album „In The Skies“ (1979). Mag es ihm In The Skies jetzt gut gehen …

Dienstag, 30. November 2010

Fleetwood Mac – The Pious Bird Of Good Omen (1969)

Bis zu seinem drogenbedingten Abschied ("Ich ging auf eine Reise und kam nicht mehr zurück.") war Peter Green der Kopf von Fleetwood Mac. Er schrieb einige der wichtigsten Songs. Damals machten sie vor allem Blues.


Auf ihrem zweiten Album befinden sich mehrere Titel von Ellmore James und Eddie Boyd. Peter Green steuert unter anderen das sanfte Instrumental "Albatross" sowie das eigentlich etwas spröde "Black Magic Woman" bei.

Gregg Rolie bringt "Black Magic Woman" zu Santana, die zu der Zeit manchmal mit Peter Green jammen. Aus Rolies Hammond B3 stammt auch das tolle Orgel-Intro. "Wir haben es nie arrangiert", erinnert Carlos sich. "Es ergab sich einfach so. Ich habe nie geahnt, dass es ein so wichtiger Bestandteil unserer Identität werden würde".

Großartig, wie sie einen Blues ("Black Magic Woman") und einen Jazztitel ("Gypsy Queen") zu einem Latinrock-Hit verschmelzen. Und dies ist kein Einzelfall. Santana beweist noch häufiger, dass sie fremde Songs in unnachahmlicher Weise übernehmen und zu neuer Blüte führen können, indem sie ihnen den eigenen Stempel aufdrücken...