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Donnerstag, 6. April 2023

Chicano Power! Latin Rock in the USA 1968–1976 (2 CDs 1998)

Die Band Santana ist wohl der bekannteste Vertreter des Latinrock. Dieser Musikstil entwickelte sich in den späten Sechzigerjahren in San Francisco und anderen Großstädten der USA aus Latinjazz, Boogaloo und Soul. Es war die Musik junger Menschen mit lateinamerikanischer Abstammung – der Chicanos – und ein Ausdruck ihrer stolzen, multikulturellen Identität.


„Chicano Power!“ ist eine Doppel-CD, die eine Reihe von Latinrock-Bands der späten Sechziger und frühen Siebziger vorstellt, darunter Santana, Azteca, Malo und Sapo mit ihrer personellen Verflochtenheit.


Da ist Raul Rekow bei Sapo zu hören, Jorge Santana, Pablo Tellez, Richard Kermode, Luis Gasca, Coke Escovedo und Victor Pantoja bei Malo sowie Victor Pantoja, Coke Escovedo, Wendy Haas, Pete Escovedo und Rico Reyes bei Azteca – sie alle haben früher oder später und kürzer oder länger zu Santana gefunden. Santana besteht aus Carlos Santana, Michael Carabello, David Brown, Marcus Malone, Bob Livingston und Gregg Rolie und ist mit einem kurzen „Soul Sacrifice“ (4:53) auf dem Sampler vertreten. Als Toningenieure und Produzenten begegnen uns David Rubinson, Fred Catero und Glen Kolotkin. Aber das sind alles nur Momentaufnahmen. Raul Rekow spielte bei Malo, bevor er zu Sapo und dann zu Santana wechselte. Viele der Musiker traten etwas später bei den Fania All-Stars auf … und so weiter. Jedenfalls bekommen wir richtig heiße Musik zu hören.




Die damalige Chicano-Szene war bunt und vielfältig und konzentrierte sich auf die drei Metropolen San Francisco, Los Angeles und New York. Doch die meisten Combos blieben bestenfalls lokale Berühmtheiten, über die das 40-seitige Booklet einiges zu berichten weiß. Es erläutert zudem die sozialen Hintergründe und die Subkultur der Chicanos. Insgesamt ist dies eine sehr informative und schön aufgemachte Box im Pappschuber, die mittlerweile schon 25 Winter gesehen hat.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Jose "Chepito" Areas – Jose "Chepito" Areas (1974)

Auch Jose "Chepito" Areas, bei der ursprünglichen Santana-Band an Timbales, Percussion und Flügelhorn, wollte offensichtlich mal ein Solo-Album aufnehmen. Viele Freunde halfen ihm dabei. Mit von der Partie sind unter anderem Neal Schon (Gitarre), Hadley Caliman (Tenorsaxophon), Willie Colon (Congas), Tom Coster (Moog Synthesizer), Richard Kermode (Keyboards), Doug Rauch (Bass) und Gregg Errico (Schlagzeug). Areas selbst spielt Timbales, Congas, Percussion und Gesang.


Die LP enthält neun Titel im brodelnden Latin-Stil. Keine wirkliche Überraschung, aber richtig gut. "Guarafeo", "Funky Folsom", "Remember Me", "Bambeyoko", "Morning Star" (etwas ruhiger und leicht jazzig), "Buscando La Gente" (der Groove erinnert stark an "Fried Neckbones"), "Cerro Negro" (findet sich auf dem späteren Album "Giants" als "Pancho Villa"), "Terremoto" und "Guaguanco In Japan" (mit schönem Gitarrensolo).

Für Santana-Fans und Freunde afrokubanischer Rhythmen ist das kurzweilige Album uneingeschränkt zu empfehlen.

Hinweis: Als Blu–spec CD 2 (mehr hier) erschien das Album 2020 in Japan.