Mein unten erwähntes Interview mit dem Santana-Sänger und 11-fachem Grammy-Awards-Träger Tony Lindsay vom 13. Oktober 2012 findet sich samt Fotos unter dem Titel "The Magic of Santana meets Tony Lindsay" im Musiker Magazin 4/2012 auf den Seiten 32 bis 35.
Es kann aber ungekürzt auch hier nachgelesen werden. Ich wünsche viel Freude bei der Lektüre…
Dienstag, 19. Februar 2013
Mittwoch, 16. Januar 2013
Aquarell Caravanserai
Nun habe ich mit der Aquarellmalerei begonnen. Selbstverständlich musste eins der ersten Bilder das Cover meines Lieblingsalbums nachempfinden. Hier also mein zweites Aquarellbild – meine Version von Caravanserai.
Technik: Aquarell – Format: 10 x 15 cm – Datum: 14. Januar 2013
Technik: Aquarell – Format: 10 x 15 cm – Datum: 14. Januar 2013
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Interview und Konzert mit Tony Lindsay und Alex Ligertwood am 13. Oktober 2012
Fröhlich kommen sie hereinspaziert – der aktuelle
Santana-Sänger Tony Lindsay und der ehemalige Santana-Sänger Alex Ligertwood.
Mit Tony bin ich um 14 Uhr zu einem Gespräch verabredet. Dass Alex dabei ist,
freut mich sehr. Ihn hatte ich bereits im vergangenen Jahr ausführlich
interviewt, daher hält er sich weitgehend zurück.
Die beiden haben genügend Zeit mitgebracht. Bis zum
Soundcheck und dem Konzert mit der Band The Magic of Santana, zu dem sie eigens aus den USA angereist sind,
dauert es noch Stunden. Das Konzert vor vollem Haus im niedersächsischen Bad
Fallingbostel wird ein furioser Auftritt mit mehr als drei Stunden
begeisternder Santana-Musik.
Das gesamte Interview ist hier nachzulesen.
Das gesamte Interview ist hier nachzulesen.
Sonntag, 10. Juni 2012
Santana – Shape Shifter (2012)
Ur-Santana-Schlagzeuger Michael Shrieve, der Santana im März 2006 auf einer Tour
durch Südamerika begleitet, äußert sich begeistert über jene Erfahrung. Und er
verrät bei der Gelegenheit, dass Carlos über ein neues Instrumentalalbum
nachdenke,
wobei dem alten Weggefährten gleich "Caravanserai" in den Sinn kommt.
Auch Carlos erwähnt dieses Projekt im November 2007 und kündigt eine
Veröffentlichung im Sommer 2008 an.
Als das Album 2012 auf Carlos' neuem Label Starfaith Records
erscheint, vermarktet die Plattenfirma es als "album two decades in the
making". Ungefähr seit "Milagro" (1992) wurde also daran
gearbeitet, zumindest konzeptionell. Das passt durchaus.
Denn der Titelsong "Shape Shifter" mit
indianischem Intro wird zwar bald zu einer treibenden, rockigen Nummer. Doch
der indianische Gedanke – auf dem Cover dynamisch in Szene gesetzt und um zwei
Zitate von Häuptlingen in den Liner Notes ergänzt – bildet tatsächlich eine
Brücke zu "Milagro" und dem dortigen Song "Aqua Que Va
Caer".
"Dom" ist ein eher sanftes Lied zum Träumen, wie
auch "Angelica Faith" – so heißt Carlos' jüngste Tochter – welches
bereits auf "Food For Thought" veröffentlicht wurde. "Dom"
hätte ich aufgrund seiner melancholischen Melodie durchaus als osteuropäische
Volksweise durchgehen lassen, doch die afrikanischen Brüder Touré haben es
geschrieben. Von ihnen stammen neben "Dom" auch "Africa
Bamba" (auf "Supernatural") und "Con Santana" (auf
"All That I Am").
"Nomad", dumpf und schwer, demonstriert den
erdigen, fast schon harten Sound, den Carlos seit einigen Jahren pflegt.
"Metatron" ehrt den Engel aus jüdischer und
christlicher Mythologie sowie der modernen Esoterik, welcher Carlos in dessen
Meditationen auf den Erfolg von "Supernatural" vorbereitete.
"Never The Same Again" und "In The Light Of A
New Day" plätschern unauffällig vor sich hin. "Spark Of The
Divine", mit einem Hauch von "Illuminations" am Anfang, fällt
vor allem durch seine Kürze und sein sehr plötzliches und nicht wirklich
nachvollziehbares Ende auf. Dabei hätte der göttliche Funke gerne noch einige
Minuten weiterglimmen dürfen.
Bis hier sind alle Songs eher rockig und im mittleren Tempo
gespielt, von Carlos' unermüdlich melodiöser Gitarre geprägt, aber ohne
Percussion, die manch einem Fan sicher fehlen wird. Gitarre, Keyboards (Chester
Thompson), Bass (Benny Rietveld) und Schlagzeug (Dennis Chambers) bleiben
weitgehend für sich. Die Aufnahmen entstanden größtenteils 2001 in den Fantasy
Studios im kalifornischen Berkeley. "Metatron" und "Angelica
Faith" stammen aus dem Jahr 1996, wurden 2001 aber mit neuen Gitarrenparts
versehen. Sie sind gefällig, intensiv arrangiert und daher trotz abwesender
Percussion ziemlich gut.
Bei "Macumba In Budapest" – welch ein schräger
Titel – geht es endlich richtig los, auch wenn er zum Schluss nach den vorherigen Songs klingt. Hier hören wir endlich Percussion, die eine
sehnsuchtsvolle Melodie begleitet, bevor in einer Boogaloo-Passage das Feuer brennt.
"Mr. Szabo" meint natürlich Gabor Szabo, den
Komponisten von "Gypsy Queen". Und wer dessen Album
"Spellbinder" kennt, wird sich den ganzen Song über intensiv daran
erinnert fühlen, denn er wimmelt nur so von Zitaten. Richtig toll gemacht.
Akustische Gitarre und auch der Percussion-Teppich sind ganz im Szabo-Stil
gehalten. Dieser Song rechtfertigt in meinen Augen bereits die Anschaffung des
Albums.
Mit "Caravanserai" hat "Shape Shifter"
immerhin gemeinsam, dass auf einem Stück eben doch gesungen wird. "Eres La
Luz" mit den Stimmen von Tony Lindsay und Andy Vargas ist eine feine
Samba, an der Fans der frühen Santana-Musik ihre Freude haben werden.
"Canela" erhält nach einem Break nach drei Minuten
ebenfalls lateinamerikansches Flair, macht Dampf und löst nicht zuletzt durch
das nunmehr leidenschaftliche Zusammenspiel von Gitarre, Piano (Salvador
Santana) und Hammondorgel Wohlgefallen aus.
"Ah, Sweet Dancer", diesen gefühlvollen und
langsamen Song, kennen wir bereits von der DVD "Hymns For Peace".
Carlos hat ihn in einem Taxi in Deutschland erstmalig gehört und in sein
Programm integriert. Damit klingt das Album besinnlich aus.
Einem Santana-Fan, dessen Herzrhythmus durch Congas und
Timbales bestimmt wird, fällt die abschließende Bewertung schwer. Denn wenn die
Percussion über weite Strecken fehlt, ist die Musik irgendwie nicht, was man
von Santana erwartet. Andererseits darf die Band durchaus neue Wege
beschreiten. Carlos' Gitarre ist von beträchtlicher Allgegenwart und Dominanz.
Und sie klingt wirklich gut. Die Soli sind kreativ und oft richtig schön. Sie
sind keineswegs belanglos dahin gespielt, sondern kraftvoll und mit Seele.
Daher halte ich "Shape Shifter" insgesamt für ein gelungenes Album.
Donnerstag, 22. März 2012
The Magic of Santana und Alex Ligertwood in Sittensen
Am 17. März 2012 luden The Magic of Santana und der ehemalige Santana-Sänger Alex Ligertwood zu ihrem dritten Konzert in den Theatersaal des Schulzentrums Sittensen. Und sie präsentierten fast zweieinhalb Stunden Musik vom Feinsten.
Es mögen wohl etwa 200 Zuschauer gekommen sein. Der Raum war gut gefüllt. Stühle reichten nicht aus und eilig wurden weitere herangeschafft. Diese erwiesen sich jedoch als unnötig, denn viele Besucher hielt es nicht lange auf ihren Sitzen. Alex forderte sie zum Tanzen auf und dieser Einladung folgten sie gerne.
"Marathon", ein kurzes und heißes Instrumental, bildete den programmatischen Auftakt. Dann kamen einige der alten Santana-Hits wie "Evil Ways", "Jingo Lo Ba", "Black Magic Woman/Gypsy Queen" und "Oye Como Va". Die Musik brodelte. Die Stimmung war ausgelassen. Wer tanzen wollte, tanzte.
Mit "Somewhere In Heaven" und "Europa" folgten zwei etwas ruhigere Songs, wobei Bassist Martin "Wunz" Hohmeier "Europa" durch ein längeres Solo anreicherte.
"Hold On" bildet so etwas wie einen Höhepunkt der Konzerte mit Alex, denn in diesem Stück unterhält er sich nicht nur mit der Gitarre von Gerd Schlüter auf "Guitarese", einem Dialog von Stimme und Instrument, sondern er bezieht auch das Publikum mit ein. Gegenüber der unauffälligen Albumversion ist "Hold On" live mit all diesen Einlagen kaum wieder zu erkennen und begeistert jedes Mal.
The Magic of Santana orientiert sich von der Besetzung her an Santana. Daher können sich Jürgen Pfitzinger an den Congas, Andreas Rohde an den Timbales und der neu hinzugekommene Markus Zell am Schlagzeug bei bestimmten Passagen in Songs wie "No One To Depend On" ebenso mit kleinen Soli abwechseln, wie Fans es vom Original her kennen. Die Band ist durchweg mit hervorragenden Musikern besetzt, die keine Wünsche offen lassen.
Natürlich fehlten auch das verzaubernde "Samba Pa Ti" und neuere Titel wie "Corazon Espinado", "Maria" und "Smooth" nicht. Und als das Konzert drei Stunden nach dem Beginn (es hatte eine halbstündige Pause gegeben) mit "Make Somebody Happy" endete, waren längst alle glücklich über diesen gelungenen Abend.
Als einziger Wermutstropfen sei die Beleuchtung erwähnt. Gleißendes weißes Licht, für Theateraufführungen wohl angemessen, war zu hell für ein Konzert dieser Art, blendete teilweise gar die Musiker, nahm der Bühne die optische Tiefe und wirkte einfach unmagisch.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Raul Rekow & Karl Perazzo – Rhythm & Grooves (2002)
Welche Rhythmen und Grooves stecken in Santana-Songs? Wie sind diese aufgebaut und wie werden sie gespielt? Die Santana-Musiker Raul Rekow (Congas) und Karl Perazzo (Timbales, Percussion) gewähren einen Blick in die Strukturen ausgewählter Songs.
Diese Box mit DVD und CD richtet sich an Persussion-Spieler sowie Freunde von Congas und Timbales.
Diese Box mit DVD und CD richtet sich an Persussion-Spieler sowie Freunde von Congas und Timbales.
Mittwoch, 30. November 2011
Rückblick 2011
Gab es 2011 Neues von Santana? Mir ist nichts aufgefallen... keine offizielle Veröffentlichung, jedenfalls.
Für mich stand dafür ein Sänger im Vordergrund – Alex Ligertwood, der knapp 15 Jahre lang bei Santana sang. In meinem ersten Santana-Konzert am 14. Juni 1980 in Hannover war er noch recht neu bei der Band.
Knapp 31 Jahre später begegnete ich ihm persönlich und konnte ein langes Gespräch mit ihm führen. Dieses Interview findet sich – wenn auch auf die Hälfte gekürzt – im Musiker Magazin Heft 3/2011 (in voller Länge jedoch hier).
Der Schotte zeigte sich dabei als überaus sympathischer, freundlicher und bescheidener Mensch. Er hat eine lange und abwechslungsreiche Karriere hinter sich und es war ein großes Geschenk, einen solchen Musiker kennen lernen zu dürfen.
Ich traf ihn sogar ein zweites Mal in diesem Jahr. Das erwähnte Interview fand vor dem ersten Konzert von Alex mit The Magic of Santana in Bad Fallingbostel statt, zu dem Alex eigens nach Deutschland kam. Es gefiel ihm so gut, dass er ein weiteres Konzert mit der Band in Lübeck gab. Und diese beiden Darbietungen waren ganz klar meine musikalischen Highlights des Jahres.
In Bezug auf Santana hat sich für mich nichts geändert. "Caravanserai" bleibt mein Lieblingsalbum. Es wird im nächsten Jahr 40...
Für mich stand dafür ein Sänger im Vordergrund – Alex Ligertwood, der knapp 15 Jahre lang bei Santana sang. In meinem ersten Santana-Konzert am 14. Juni 1980 in Hannover war er noch recht neu bei der Band.
Knapp 31 Jahre später begegnete ich ihm persönlich und konnte ein langes Gespräch mit ihm führen. Dieses Interview findet sich – wenn auch auf die Hälfte gekürzt – im Musiker Magazin Heft 3/2011 (in voller Länge jedoch hier).
Der Schotte zeigte sich dabei als überaus sympathischer, freundlicher und bescheidener Mensch. Er hat eine lange und abwechslungsreiche Karriere hinter sich und es war ein großes Geschenk, einen solchen Musiker kennen lernen zu dürfen.
Ich traf ihn sogar ein zweites Mal in diesem Jahr. Das erwähnte Interview fand vor dem ersten Konzert von Alex mit The Magic of Santana in Bad Fallingbostel statt, zu dem Alex eigens nach Deutschland kam. Es gefiel ihm so gut, dass er ein weiteres Konzert mit der Band in Lübeck gab. Und diese beiden Darbietungen waren ganz klar meine musikalischen Highlights des Jahres.
In Bezug auf Santana hat sich für mich nichts geändert. "Caravanserai" bleibt mein Lieblingsalbum. Es wird im nächsten Jahr 40...
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Jose "Chepito" Areas – Jose "Chepito" Areas (1974)
Auch Jose "Chepito" Areas, bei der ursprünglichen Santana-Band an Timbales, Percussion und Flügelhorn, wollte offensichtlich mal ein Solo-Album aufnehmen. Viele Freunde halfen ihm dabei. Mit von der Partie sind unter anderem Neal Schon (Gitarre), Hadley Caliman (Tenorsaxophon), Willie Colon (Congas), Tom Coster (Moog Synthesizer), Richard Kermode (Keyboards), Doug Rauch (Bass) und Gregg Errico (Schlagzeug). Areas selbst spielt Timbales, Congas, Percussion und Gesang.
Die LP enthält neun Titel im brodelnden Latin-Stil. Keine wirkliche Überraschung, aber richtig gut. "Guarafeo", "Funky Folsom", "Remember Me", "Bambeyoko", "Morning Star" (etwas ruhiger und leicht jazzig), "Buscando La Gente" (der Groove erinnert stark an "Fried Neckbones"), "Cerro Negro" (findet sich auf dem späteren Album "Giants" als "Pancho Villa"), "Terremoto" und "Guaguanco In Japan" (mit schönem Gitarrensolo).
Für Santana-Fans und Freunde afrokubanischer Rhythmen ist das kurzweilige Album uneingeschränkt zu empfehlen.
Die LP enthält neun Titel im brodelnden Latin-Stil. Keine wirkliche Überraschung, aber richtig gut. "Guarafeo", "Funky Folsom", "Remember Me", "Bambeyoko", "Morning Star" (etwas ruhiger und leicht jazzig), "Buscando La Gente" (der Groove erinnert stark an "Fried Neckbones"), "Cerro Negro" (findet sich auf dem späteren Album "Giants" als "Pancho Villa"), "Terremoto" und "Guaguanco In Japan" (mit schönem Gitarrensolo).
Für Santana-Fans und Freunde afrokubanischer Rhythmen ist das kurzweilige Album uneingeschränkt zu empfehlen.
Hinweis: Als Blu–spec CD 2 (mehr hier) erschien das Album 2020 in Japan.
Donnerstag, 29. September 2011
Interview mit Alex Ligertwood
Ein Interview mit Alex Ligertwood (Ex-Sänger von Santana), welches ich vor dem Konzert in Bad Fallingbostel mit ihm führte, findet sich im Musiker Magazin 3/2011 auf den Seiten 18 bis 20.
Aus Platzgründen musste das im Musiker Magazin abgedruckte Interview auf die Hälfte gekürzt werden. Das vollständige Gespräch ist hier nachzulesen.
Aus Platzgründen musste das im Musiker Magazin abgedruckte Interview auf die Hälfte gekürzt werden. Das vollständige Gespräch ist hier nachzulesen.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Armando Peraza – Wild Thing (1968)
Armando Peraza, der sympathische Bongo-, Conga- und Percussionspieler, hatte bereits eine lange Karriere hinter sich, als er 1972 auf dem Album "Caravanserai" bei Santana einstieg.
Armando Peraza, geboren am 30. Mai 1924 in Havana, gehört zum Urgestein der afrokubanischen Musik und zu den Wegbereitern des Latinjazz. Er spielte mit Charlie Parker, Buddy Rich, Machito, George Shearing, Mongo Santamaria, Dizzy Gillespie, Cal Tjader und vielen anderen Größen.
Zu Santana stieß er 1972 bei den Aufnahmen für "Caravanserai" und blieb bis in die Neunzigerjahre. Dann zog er sich aus gesundheitlichen Gründen zurück, trat aber immer wieder bei einzelnen Konzerten mit Santana auf – zuletzt 2006 beim Montreux Jazz Festival. Er schrieb auch Songs wie das feurige "Gitano" auf dem Santana-Album "Amigos" (1976), bei dem er obendrein die Lead Vocals übernahm.
Am 24. und 25. Juni 1968 entstanden in New York die Aufnahmen für sein Album "Wild Thing", welches 1997 als CD erschien. Zum illustren Kreis der Musiker gehören neben Armando Peraza (Congas, Bongos) unter anderem Johnny Pacheco (Flöte), der später die Fania All-Stars leitete ... Sadao Watanabe (Flöte, Saxophon), der später gelegentlich mit Santana auftrat ... Chick Corea (Piano) ... Cal Tjader (Percussion).
Zu hören ist schöner Latinjazz im etwas spröden Sound der Sechziger mit Flöten, die an Herbie Mann erinnern. Das Album enthält Coverversionen wie "Wild Thing", "Mony Mony" und weitere, aber vermutlich auch eigene Songs wie "Viva Peraza". So genau lässt sich das jedoch nicht sagen, weil keine Komponisten angegeben sind. Die sehr transparent abgemischte Musik brodelt mitreißend und fröhlich vor sich hin und gefällt mir ausgesprochen gut.
Armando Peraza, geboren am 30. Mai 1924 in Havana, gehört zum Urgestein der afrokubanischen Musik und zu den Wegbereitern des Latinjazz. Er spielte mit Charlie Parker, Buddy Rich, Machito, George Shearing, Mongo Santamaria, Dizzy Gillespie, Cal Tjader und vielen anderen Größen.
Zu Santana stieß er 1972 bei den Aufnahmen für "Caravanserai" und blieb bis in die Neunzigerjahre. Dann zog er sich aus gesundheitlichen Gründen zurück, trat aber immer wieder bei einzelnen Konzerten mit Santana auf – zuletzt 2006 beim Montreux Jazz Festival. Er schrieb auch Songs wie das feurige "Gitano" auf dem Santana-Album "Amigos" (1976), bei dem er obendrein die Lead Vocals übernahm.
Am 24. und 25. Juni 1968 entstanden in New York die Aufnahmen für sein Album "Wild Thing", welches 1997 als CD erschien. Zum illustren Kreis der Musiker gehören neben Armando Peraza (Congas, Bongos) unter anderem Johnny Pacheco (Flöte), der später die Fania All-Stars leitete ... Sadao Watanabe (Flöte, Saxophon), der später gelegentlich mit Santana auftrat ... Chick Corea (Piano) ... Cal Tjader (Percussion).
Zu hören ist schöner Latinjazz im etwas spröden Sound der Sechziger mit Flöten, die an Herbie Mann erinnern. Das Album enthält Coverversionen wie "Wild Thing", "Mony Mony" und weitere, aber vermutlich auch eigene Songs wie "Viva Peraza". So genau lässt sich das jedoch nicht sagen, weil keine Komponisten angegeben sind. Die sehr transparent abgemischte Musik brodelt mitreißend und fröhlich vor sich hin und gefällt mir ausgesprochen gut.
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