Design

Plattencover und Künstler

Diese Seite zeigt ausgewählte Santana-Plattencover und bietet Informationen zum Design und den Designern. Neue Einträge werden unten angefügt. Ausführliche Besprechungen sämtlicher Alben sind in meinem Buch nachzulesen. Für vergrößerte Ansichten klicken Sie auf die Bilder.

"Caravanserai" (1972)
"Caravanserai" (1972) mit Rückseite
"Caravanserai" (Digitally Remastered Edition 2003) mit Rückseite
"Caravanserai" ist seit Jahrzehnten mein Lieblingsalbum. Mit ihm (besser gesagt zu dieser Zeit) begann Carlos' Reise in die spirituelle Welt und in Randbereiche des Jazz. "Caravanserai" ist gefühlvoll, intensiv und ergreifend. Hintergründe zum Cover und zum Titel finden Sie hier.

Die Digitally Remastered Edition hat ein leicht verändertes Cover und ist … naja … eben digitally remastered. Ich bilde mir ein, dass sie etwas dynamischer klingt. Die Songs sind ansonsten aber dieselben geblieben – keine Bonustracks oder so, wie bei einigen anderen CDs.

SACD "Santana III" (1971)
"Santana III" (Legacy Edition 2006)
"Santana 3" (1971)
"Santana 3" (1971) mit Rückseite
"Santana III" war mein erstes selbstgekauftes Santana-Album. Es ließ bei mir das Eis brechen. So wurde ich 1979 unerwartet zum Fan dieser Band. Auf dem Cover befand sich ursprünglich kein Schriftzug. Er wurde später in mehreren Varianten in der rechten oberen Ecke hinzugefügt, wo eine leere schwarze Fläche dazu einlud. Kurioserweise hatte das Album anfangs nicht einmal einen Namen und wurde unter anderem "Man With An Outstretched Hand" genannt, bevor sich "Santana III" durchsetzte.

"Abraxas" (1970)
"Abraxas" (1970) mit Rückseite
"Annunciation" (1961) von Mati Klarwein
Das Bild "Annunciation" von Mati Klarwein (er zeichnete auch das Coverbild von Miles Davis' "Bitches Brew" und viele andere) ist die Vorlage des Covers von "Abraxas". Gemeint ist die Ankündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel gegenüber Maria – von Klarwein sehr frei und recht typsch für ihn interpretiert.

Robert Venosa

Santana-Logo
Den berühmten Santana-Schriftzug auf "Abraxas" hat Robert Venosa entworfen. Dieses Logo wird fortan ein wichtiges visuelles Merkmal der Band sein.

Robert Venosa hat auch "Toward Edentia" gezeichnet, was sich auf Carlos Santanas Soloalbum "Oneness. Silver Dreams – Golden Reality" wiederfindet. Außerdem stammt das Cover von "Spirits Dancing In The Flesh" von ihm, auf dem er sein Santana-Logo mit Hilfslinien in Szene setzt.

"Toward Edentia" von Robert Venosa
"Oneness" (1979)
"Oneness" (1979) mit Rückseite
"Spirits Dancing In The Flesh" (1990)
Tadanori Yokoo

Um bei den Grafikern und Designern zu bleiben – hier darf natürlich Tadanori Yokoo nicht vergessen werden, denn er hat mehrere Santana-Alben gestaltet und insgesamt viermal zugeschlagen:

"Lotus" (1974)
"Amigos" (1976)
"Amigos" (1976) mit Rückseite
"Amigos" (1976) Innenhülle
"The Swing Of Delight" (1980) Innenhülle
"Divine Light" (2001)
"Lotus" und "Divine Light" sind besonders aufwendig ausgefallen.

Bei "Divine Light" sind vier himmelblaue Pappdeckel in vier Richtungen umzuschlagen, bis man zum Silberling vorgedrungen ist. Das hat etwas vom Öffnen einer Blüte und erinnert an "Lotus".

"Lotus", ein Set mit drei LPs, war in Plattenläden nicht oft zu finden und überaus teuer. Dafür erhielt der gebeutelte Fan dann aber auch ein üppig ausgestattetes Kunstwerk, welches fortan das Prunkstück einer jeden Sammlung bildete. Entfaltet, die beiden vierteiligen Poster aus der Hülle gezogen, erhielt man eine grafische Collage mit einer beeindruckenden Breite von 210 cm, einer Höhe von 90 cm und natürlich einer ebenso großen Rückseite. Die drei Innenhüllen waren unter anderem auf jeder Seite mit einem Vogelschwarm bedruckt. Das Auf- und Zuklappen dieses Ensembles sowie das Wechseln und Umdrehen der Schallplatten mit ihren unterschiedlich gefärbten Labels wurde zu einem visuellen und haptischen Erlebnis, quasi einer kultischen Handlung. So erklärt sich die ehrfürchtige Beziehung inzwischen betagter Sammler zu "Lotus".

"Lotus" (1974) mit Innenleben ausgebreitet, eine Seite
"Lotus" (1974) mit Innenleben ausgebreitet, andere Seite
Das einmalige Design von "Lotus" gibt es seit einigen Jahren auch als vollständige Reproduktion im CD-Format, und zwar bei der sehr kostspieligen japanischen "Legacy Edition" (2006). Und entsprechend größer bei der "Complete Edition" (2017) im 18-cm-Single-Format.

Michael V. Rios

Michael V. Rios ist ein weiterer Künstler, der inzwischen diverse Santana-Cover entworfen hat. Seine Zusammenarbeit mit Santana begann 1993 bei "Sacred Fire". Er hat auch ein Schlagzeug-Set von Michael Shrieve und mehrere Gitarren von Carlos Santana verziert.

Seine intensiven Farben haben mich bei der Covergestaltung meines neuen Buchs "Sechs Jahrzehnte SANTANA" (2022) inspiriert, auch wenn die Umsetzung mit eigenen Fotos natürlich ganz anders ausfällt.

"Sacred Fire" (1993)
VHS-Video/DVD "Sacred Fire" (1993)
3-CD-Set "Dance Of The Rainbow Serpent" (1995)
"Supernatural" (1999)
"Mumbo Jumbo" von Michael V. Rios
DVD "Supernatural Live – An Evening With Carlos Santana And Friends" (2000)
DVD "Hymns For Peace" (2007)
"Ultimate Santana" (2007)
Rudy Gutierrez & Heather Griffin-Vine

Zuletzt taten sich vor allem Rudy Gutierrez und/oder Heather Griffin-Vine mit ihrer Agentur Vine Design hervor.

"Shaman" (2002)
"Santana IV" (2016)
2 CDs+DVD "Santana IV Live At The House Of Blues, Las Vegas" (2016)
The Isley Brothers & Santana "Power Of Peace" (2017)
EP "In Search Of Mona Lisa" (2019)
"Africa Speaks" (2019)
Cindy Blackman Santana "Give The Drummer Some" (2020)